Die Entwicklung des Dienstes Wave wird offiziell eingestellt, das verkündete das Google in seinem Firmenblog. Die Akzeptanz bei den Nutzern für den Service, der verschiedene Kommunikations- und Kollaborationsdienste wie E-Mail, Chat und den Dokumentenaustausch verbinden sollte, war zu gering.
Es sollte der Nachfolger von E-Mail und sozialen Netzwerken werden und die Arbeit in Teams vereinfachen: Google Wave wurde mit großen Worten gestartet. Die Rede war von einer “neuartigen Web-Anwendung für Echtzeit-Kommunikation und Kollaboration”. Unterm Strich blieben aber die Nutzer aus, der Dienst war vielen zu kompliziert.
In dem Blog-Eintrag verkündet
Googles Vizepräsident Urs Hölzle die Entscheidung. “Wir waren uns nicht
sicher, wie die Benutzer auf diese radikal andere Art der Kommunikation
reagieren würden”. Und weiter: „Wave wurde von den Nutzern nicht so
angenommen, wie wir es gerne gesehen hätten. Wir werden es nicht weiter
entwickeln.“
Am Ende des Jahres wird der Dienst abgeschaltet. Bereits
nach der Veröffentlichung der ersten Entwicklerversion wurde Kritik an
dem Dienst laut. So warnte das Bundesamt für Sicherheit in der
Informationstechnik bereits im September 2009 die Nutzer vor der
Verwendung von Wave.
Ganz wird Google Wave allerdings nicht verschwinden: User sollen ihre Inhalte exportieren können. Außerdem sind einige Funktionen bereits in eigene Open-Source-Projekte eingeflossen. Wave ist nicht der erste Fehlschlag von Google. Auch das Kurznachrichtentool Buzz findet wenig Zuspruch.
Quelle: Internet World Business, nma